So war es - Resümee - Bündnis gegen Rechtsextremismus Schleusingen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

So war es - Resümee

Veranstaltungen > So war es - Resümee

Protest aller demokratischen Kräfte im Kreis Hildburghausen gegen Neonaziveranstaltung am
23. August 2014 in Leimrieth


Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus!

Anlässlich des Tag der Befreiung des Vernichtungslagers in Auschwitz durch die Rote Armee am 27.01.1945

fand eine Gedenkveranstaltung auf dem Schleusinger Markt mit über 50 Teilnehmern

am 27. Januar 2014 statt.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in der Bundesrepublik Deutschland ein nationaler Gedenktag und wird seit 1996 am 27. Januar begangen. Der Tag erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden. (Hier der Bericht im "Freien Wort")

Gedenken am Volkstrauertag

Am Volkstrauertag, den 17. November 2013 gedachten auf dem Schleusinger Schmuckplatz am Denkmal der Toten und Opfer der Weltkriege. der Heimatvertreibung und der Gewaltherrschaften Bürger unserer Stadt. Anwesend u.a. der Bürgermeister Herr Brodführer, mehrere Stadträte aller Fraktionen. Umrahmt wurde das Gedenken von mahnenden Worten des Stadtrates Herrn Hotop's und der Pfarrerin Frau Söllig, sowie durch den Kirchenchor.

Im Namen des "Bündnis gegen Rechtsextremismus Schleusingen" ist zu danken dem Stifter des Künstlerhof "Roter Ochse", den Beamten der Polizeiinspektion Hildburghausen und Marie Schlegelmilch und Tim Stammberger für die musikalische Begleitung. Erwähnt und dankend beschrieben die Unterstützung in FREIES WORT und des Medienzentrums Henneberger Land, erst wenn viele von der bevorstehenden Veranstaltung informiert werden, können sie entscheiden, ob sie kommen wollen.

Dank gilt auch dem Thüringer Ministerium  für Soziales, Familie und Gesundheit, die Mittel des "Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit" zur Verfügung gestellt haben.

Besonders Dank geht an Prof. Dr. Reinhard Schramm, der trotz andere nachgefragter Verpflichtungen und Gästen aus Polen sich die Zeit genommen hat, zu uns zu sprechen.

Die Teilnehmer:

Eröffnung Reinhardt Hotop

Tanzgalerie Suhl

Marie Schlegelmilch 11 Jahre
Querflöte

Eva Dankert 11 Jahre
Blockflöte

Bewohnerchor des Wilhelm-Augusta-Stifts Schleusingen

Felix Mirsch
Keyboard

Dr. Thomas Mirsch

Heike Popko-Langert, Schleusingen

Peter Gleicke Solo

Band Faithfull Sound Breitenbach/Schleusingen

Iris Gleicke Schleusingen

Band N.O.R.D. aus Frauenwald

Band BRIVE aus Brünn

Band DOGVILL Hinternah, Ehrenberg

Band Anonymus aus Suhl

Reinhard Hotop

DJ Zersch, anschließend Band Kopfradio

Kleiner Chor der Kantorei Schleusingen

Band Hevans Gate

Prinz Chaos Weitersroda

Vortrag Martina Renner MdL

Vortrag Martina Renner (LINKE.) MdL zu den Ergebnissen des NSU-Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag am 16. Mai 2013 im Künstlerhof "Roter Ochse"

Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen. Nazi–Terror des NSU und die notwendigen Antworten der Gesellschaft

Zehn Morde, mehrere Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle gehen auf das Konto des »Nationalsozialistischen Untergrundes«. Die Täter waren keine isolierte Zelle, sondern fest in organisierte Strukturen der Neonazi-Szene der Bundesrepublik eingebettet. Der Staat hat bei der Bekämpfung dieser Strukturen versagt – war er auf dem rechten Auge blind?


Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen. Nazi–Terror des NSU und die notwendigen Antworten der Gesellschaft

Zehn Morde, mehrere Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle gehen auf das Konto des »Nationalsozialistischen Untergrundes«. Die Täter waren keine isolierte Zelle, sondern fest in organisierte Strukturen der Neonazi-Szene der Bundesrepublik eingebettet. Der Staat hat bei der Bekämpfung dieser Strukturen versagt – war er auf dem rechten Auge blind?

13 Jahre hat die polizeibekannte Neonazi-Gruppe aus dem Untergrund Morde begangen. Sie agierte vor dem Hintergrund rassistischer Einstellungen in der Gesellschaft und entstand in den 1990er Jahren in einer Hochphase der neonazistischen Straßenmobilisierung und des Strukturaufbaus. Unter den Augen der Behörden, zum Teil mit deren Duldung und Förderung, konnten Neonazis Netzwerke aufbauen, die bis heute wirken. Trotz Fahndung konnten die rassistischen Mörder unerkannt bleiben. Stattdessen wurden die Täter im Umfeld der Opfer oder in der organisierten Kriminalität gesucht. Dabei ist die Gefahr durch rechten Terror in der Bundesrepublik nicht neu. Terrorgruppen wie die "Wehrsportgruppe Hoffmann" verübten schon in den 80er Jahren Morde, so auch am jüdischen Verlegerpaar Lewi in Nürnberg 1980. Daneben gehen mehr als 180 Morde auf seit der Wiedervereinigung auf das Konto von Neonazis. Wie reagiert Gesellschaft und Staat auf die "Selbstenttarnung" des NSU, wie gehen Angehörige der Opfer und potentiell Bedrohte mit der Situation um? Welche Erwartungen gibt es an den Prozess gegen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe und vier vermutliche Terrorhelfer vor dem OLG München und welchen Anteil können Öffentlichkeit, Medien, Parlament und Justiz überhaupt an der Aufklärung haben? Werden wir je die ganze Wahrheit erfahren.
Darüber informiert: Martina Renner, Mitglied des Thüringer Landtages und Obfrau der Fraktion die LINKE im NSU-Untersuchungsausschuss. Martina Renner publiziert seit vielen Jahren in Fachbüchern und Periodika zur Entwicklung der neonazistischen Szene in Thüringen. Sie ist innenpolitische Sprecherin und stellv. Fraktionsvorsitzende der Fraktion die LINKE im Thüringer Landtag.

8. Mai 2013

Auf Einladung des Bündnisses gegen Rechtsextremismus fand am 8. Mai auf dem Schleusinger Friedhof eine Gedenkveranstaltung zum 68ten Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Faschismus statt. Die Veranstaltung begann an der Grabanlage der gefallenen deutschen Soldaten. Reinhard Hotop vom Bündnis gegen Rechtsextremismus leitete die Veranstaltung ein, indem er daran erinnerte, dass all die jungen Männer noch wenige Tage vor Kriegsende einen sinnlosen Tod fanden. Bevor sie starben, brachten Sie aber Tod und Verderben über andere.

Das Lied von Hannes Wader „vom toten Soldaten", mit der Gitarre vorgetragen, stellte mit seinem eindringlichen Text die Sinnlosigkeit und Grausamkeit des Krieges dar. Danach rief Reinhard Hotop in seiner Rede dazu auf, nie wieder den braunen Rattenfängern auf den Leim zu gehen. Er schilderte auch den 8. Mai als einen Tag, „den wir nicht mit Stolz begehen können. Es ist nicht gelungen, die Nazibarbarei aus eigener Kraft von unserem Land abzuwälzen. Erst die Alliierten beendeten mit ihrem Vormarsch das millionenfache Morden, in den Gefängnissen, KZs und Vernichtungslagern.
Auch an die Bücherverbrennung wurde erinnert, da sie am 10. Mai vor 80 Jahren stattfand.
Ein Blumengebinde wurde an dem Gedenkstein für die in Schleusingen zu Tode gekommenen Zwangsarbeiter und deren ebenfalls in Schleusingen an Hunger und Krankheiten verstorbene Kinder niedergelegt. Diese Kinder wurden nur wenige Jahre alt. Einige ältere Schleusinger Bürge erzählten ihre Erinnerungen an diese Menschen, die in Schleusingen gefoltert, misshandelt, grausam ausgebeutet und ermordet wurden. Deutlich wurde dabei, dass hier ein furchtbares Kapitel der Stadtgeschichte bisher kaum aufgearbeitet und dokumentiert wurde.

Ansprache zum Holocaustgedenktag, 27. 01. 2013 auf dem Marktplatz in Schleusingen
Herzlich begrüße ich Sie alle, liebe Schleusingerinnen und Schleusinger und liebe Gäste hier auf dem Markt unserer Stadt Schleusingen.
Wir sind beisammen, weil im Januar 1996 der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum »Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus« erklärt hat. Der Grund: Am 27. Januar 1945, vor 68 Jahren, wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit.


50 Jahre hat es gedauert, bis ein solcher Gedenktag eingeführt wurde. Dies lässt erkennen, wie schwer es ist, einen Gedenktag für die Schuld des eigenen Volkes zu begehen. So schwer dies ist, so wichtig ist es aber auch.
Bundespräsident Roman Herzog sagte damals »Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.«
Wachsam müssen wir auch hier in Schleusingen sein. Auch wenn Rechtsextreme länger keine großen öffentlichen Aktionen in unserer Stadt durchgeführt haben, sind sie doch noch da. In Hildburghausen und Ummerstadt ist das bei zwei Aufmärschen im letzten Herbst sehr deutlich geworden. Auch in unserer Stadt gibt es Zeichen und Symbole von Rechtsextremen, Aufkleber auf Laternenpfählen oder Symbole, oder rechtsextreme Codes auf Fahrzeugen, und Beiträge auf einschlägigen Internetseiten sind erschreckend.
Angesichts der unvorstellbaren Verbrechen, für die der Name „Auschwitz" steht, ist es für mich umso unbegreiflicher, dass junge und auch ältere und alte Menschen noch und wieder solche menschenverachtende Ideologien vertreten, die damals jene Verbrechen ermöglicht und mit verursacht haben. Vor 1933 hätte vermutlich niemand „Auschwitz" für möglich gehalten. Seien wir nicht zu sicher! Was damals geschah, von anfänglicher Ausgrenzung und Menschenverachtung bis zum unvorstellbar grausamen Massenmorden darf sich nicht wiederholen. Deshalb müssen wir permanent und ausdauern rechtsextremen Denken widersprechen. Wehret den Anfängen!
„Geht hin und lernt Barmherzigkeit!" Über diesen Aufforderung des Juden Jesus haben wir eben im Gottesdienst nachgedacht, und dabei auch an die schwere Schuld gedacht, die die Christenheit durch Abwertung ihrer älteren Geschwister im Glauben, der Juden, auf sich geladen hat. Ein Gedenken kann nicht geschehen, ohne auch das zu benennen.
Der Jude Elie Wiesel, der Auschwitz überlebt hat, hat gesagt: "Der nachdenkliche Christ weiß, dass in Auschwitz nicht das jüdische Volk, sondern das Christentum gestorben ist."
Wenn es doch noch leben darf, - mit dem Kainsmal – aber doch leben darf, dann nur im vollen Eingeständnis seiner Mitschuld und in der vollen Bereitschaft, zusammen mit allen Menschen guten Willens aller Menschenverachtung und Abwertung anderer entgegenzutreten, ob in der rechtsextremen Szene oder anderswo, und auch solchen Tendenzen im eigenen Denken und leider manchmal noch in den eigenen Reihen.
Tut es das nicht, ist es tot, auch wenn es noch organisierte Kirchen gibt.
Wir wollen nun aller Opfer des Nationalsozialismus gedenken, auch und besonders derer aus Schleusingen, und nach einer Schweigeminute auf Worte einer Litanei zum Gedenktag hören.

Litanei auf den Gedenktag
Gedenken wollen wir der Vergessenen, der Verdrängten,
denen man das Leben genommen hat,
nachdem man ihnen den Namen stahl,
nachdem man ihnen die Würde geraubt hatte,
nachdem ihnen aller Besitz genommen war,
nachdem man sie aus Freundschaft und Verwandtschaft gerissen hatte.

Gedenken wollen wir der Vergessenen, der Verdrängten,
denen man kein Grab gelassen hatte,
deren Tod und Ermordung man leugnete,
von deren Elend man nicht gewusst haben will,
denen man noch heute unentwegt Böses zutraut,
die bis heute unter den Bildern von damals leiden.

Gedenken wollen wir der jüdischen Kinder, Frauen und Männer,
denen man das Recht zum Leben nahm, der Sinti und Roma,
der ernsten Bibelforscher und Pazifisten,
der Behinderten und geistig Erkrankten,
der Schwulen und Lesben, aller,
denen man die Menschenwürde raubte.

Gedenken wollen wir besonders der Kinder,
als man sie aus den Schulen jagte,
als man ihnen die Straßenbahn verwehrte,
als man sie in die Viehwaggons pferchte,
als man sie zu Experimenten missbrauchte
und sie unter schwerer Arbeit verhungern ließ.


Gedenken wird uns schwer – die Zukunft braucht ein langes Gedächtnis.

Schalom geliebte Mutter



Ummerstadt ist Bunt - nicht braun - eine Stadt stellt sich quer

Bilder des Mahngottesdienstes gegen den Aufmarsch der Neonazihorden am Volkstrauertag 18. November 2012 in Ummerstadt.



Stilles Gedenken!

Menschen aller Couleur gedachten am Volkstrauertag 2012 den Opfern der Weltkriege, Vertreibung und Gewaltherrschaft am Schleusinger Schmuckplatz.


Protest gegen den Neonaziaufmarsch am 10. November 2013 in Hildburghausen!

Christen, Linke, Alternative und Menschen aller Schattierungen aus Hildburghausen und Umgebung standen gemeinsam unter dem Motto "Toleranz kennt keine Grenzen - außer für Volksverhetzer" gegen den braunen Unrat.

Hier der
Presseartikel aus dem "Freien Wort"!

Gedenkveranstaltung am 9. November 2012
an die Reichsprogromnacht 1938 in Schleusingen und ganz Deutschland


Hier der Zeitungsbericht aus dem "Freien Wort" vom 10. November 2012

Eine Veranstaltung im Künstlerhof "Roter Ochse" Schleusingen
am 3. November 2012

Wir bedanken uns bei dem Kuratorium und Vorstand des Künstlerhofes. Ganz besonders bei dem Stifter Klaus D. Niemann für Hilfe und Unterstützung.


Musik die traurig, fröhlich und optimistisch stimmt, Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft verbindet.

Drei großartige Musiker brachten uns jüdische Musik näher, verbunden mit ganz intimen Texten aus Briefen jüdischer Schleusinger Überlebender vorgetragen von Kerstin Möhring.

Eine rundum gelungene tolle Veranstaltung, die keinen Besucher kalt ließ!



Großartige Interpreten von 8 bis 82 boten eine "Bunte Mischung" von Instrumental, über Pop und Beat, bis zum nachdenklichen Lied auf unserer Veranstaltung zum Weltfriedenstag 2012.
Wir danken allen Mitwirkenden und Organisatoren für ihre Leistungen, ebenso dem Team von Martina Fratscher für die Versorgung unserer Gäste. Nicht zuletzt möchten wir uns bei allen Frauen für ihren selbstgebackenen Kuchen bedanken, der Allen mundete!
Wir hoffen, dass nächstes Jahr wieder ein kleines Musikfestival hinter unserer Schleusinger Kirche stattfinden kann.
Hier ein kleiner, bunter Bilderreigen der Mitwirkenden und Gäste:


Die Mitwirkemden dieser Veranstaltung

Band des Kirchenkreises Henneberger Land

unter Kantor Philip Christ (Suhl)

mit Reinhard Hotop und Matthias Neumeister

Gospelchor des Kirchenkreises Henneberger Land

Silvana Wegener 8 Jahre

Schleusingen

Schleusingen

Cathleen Wegener 11 Jahre

Jutta Pfannstiel 11 Jahre

Altendambach

Schleusingen

Bewohnerchor des WAS

Paul Fritz 11 Jahre

Erlau

Schleusingen

Bigband der Stadtkapelle

Kleiner Chor der Kantorei

Schleusingen

Ehrenberg

Band DOGVILL

Gemeinsames Singen mit Reinhard Hotop

Iris Gleicke

Lieder

Themar

Arndt Morgenroth

Arndt Morgenroth & Walter Glaser

Themar/Schleusingen

Brünn

Rebecca Dungs

Peter Gleicke

Schleusingen

mit R.Hopf

Hevans Gate

Martina Popko-Langert & Hannes Langert

musikalische Darbietungen

Weitersroda

Prinz Chaos

 
Kalender
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü